14. August 2004: Grillausfahrt Rust/Neusiedlersee
Am 14. August trafen sich zahlreiche Klubmitglieder unter der Leitung unseres Cheffes Norbert im Lindenhof.
Die Abfahrt war für 9Uhr geplant.
Ich wurde von Norbert beauftragt die Gruppe anzuführen und um spätestens 11.30 am Zielort zu sein, denn die Bootsausfahrt sollte pünktlich um 12.00 beginnen.
Als wir ca. 200 Meter der Wegstrecke hinter uns gebracht hatten, überholte uns Gerhard grüßend und mit eingeschalteter Warnblinkanlage: eine fatale Aktion - Radar!
Auf der weiteren Fahrt startete ich ein erfolgreiches Überholmanöver (um meinem Klischee gerecht zu werden), diesmal war unser Kassier Wolf mit seinem VW das Zielobjekt.
Das Wetter schien sich zunehmend zu bessern, der Himmel begann immer mehr aufzuklaren, was unserer Fahrstimmung sehr zuträglich war, auch eine etwas brenzlige Verkehrssituation konnte diese positive Stimmung nicht beeinträchtigen. Wir überquerten die Donau bei Deutsch Altenburg und setzten die Fahrt Richtung Osten fort.
Nach einem kleinen Rauchstop im burgenländischen Weiden trafen wir überpünktlich, sehr zur Freude unseres Chefs, am Seeufer in Rust ein.
Es war noch Zeit genug bei einem Drink die warmen Ruster Sonnenstrahlen gepaart mit ziemlich starkem Wind zu genießen. In der Zwischenzeit waren auch all unsere KollegInnen, die mit Auto angereist waren, zur Stelle, die Zeltler meldeten triumphierend vom erfolgreichen Aufbau ihrer Behausungen. Man zeltet natürlich nicht alle Tage, da klang bei manchen schon ein Hauch von Abenteurertum durch. Andere wiederum zogen es vor, ein Zimmer am Campingplatz zu beziehen, ein Teil der Gruppe trat noch am selben Tag die Heimreise an.
Es hieß nun Richtung Ablegestelle zu wandern, denn das Boot war für 12.00 bestellt. Als alle an Bord waren, verließen wir den Hafen bei ziemlich hoher Windstärke. Der Besitzer des Bootsunternehmens, Herr Schreiner, der zugleich auch der Kapitän war, informierte uns in einem kurzen Vortrag über die Region.
Nach ca. 40 Minuten Fahrzeit setzte der Kapitän das Boot „in den Sand“ im Schilfgürtel, es war Essenszeit. Da wir bereits bei der Abfahrt ausreichend Weiß- und Rotwein sowie Mineralwasser erhalten hatten, sehnte sich so mancher schon sehr nach fester Nahrung.
Wir konnten uns alsbald mit Grillwürsten, Koteletts, Salat und Brot stärken. Es machte sich große Zufriedenheit breit, denn das Essen war wirklich ausreichend und gut. Während der Fahrt gab es viele nette, lustige Gespräche, jeder schien sich zu freuen mitgekommen zu sein. Manche hielten sich auch an Deck auf und mussten aufpassen, nicht vom Wind verblasen zu werden. Um 15.00 war die Reise leider zu Ende, wir gingen von Bord und nahmen noch Aufstellung für ein Gruppenfoto, somit war der offizielle Teil erfolgreich beendet. Unser Norbert, der diesen Tag organisiert hatte, konnte sich zu Recht freuen, denn es hatte bis dato alles vorbildlichst geklappt.
Der Großteil der Gruppe fand sich anschließend noch bei einem Ruster Heurigen in der Haydngasse ein. Es wurde natürlich wieder getrunken und gegessen, gewitzelt und dies und das, es herrschte ausgelassene Stimmung, wie es Heurigenbesuche so an sich haben. Eine kleine Clique machte sich gegen Abend mit ihren Motorrädern noch in Richtung Wien auf, wir anderen hatten das Glück an Ort und Stelle bleiben zu können, was einige von uns auch zum Weitertrinken animierte. Norberts Vorschlag, dass eigentlich auch eine Besichtung von Rust angesagt sei, fand wenig bis keine Zustimmung, wir einigten uns auf einen Ortswechsel zu einem benachbarten Heurigenwirten. Der Wein schien so manchem immer besser zu schmecken, was darin mündete, dass ... - aber davon soll jetzt nicht gesprochen werden.
Wir besorgten schlussendlich noch eine kleine Marschverpflegung für den Heimweg, denn wer die örtlichen Gegebenheiten nicht kennt, muss wissen, dass der Campingplatz bei langsamem Gang ungefähr 7 bis 10 Minuten vom Ortszentrum entfernt liegt, und da könnte es schon passieren, dass jemand an Flüssigkeitsmangel zu leiden haben könnte. Es wird in diesem Klub eben an alles gedacht! Nach einem gemeinsamen Frühstück, mit der einen oder anderen Anekdote des Vortags untermalt, traten wir die Heimreise an. Auch so manchem schmerzten die Glieder, auf einem harten Zeltboden zu schlafen ist doch nicht jedermanns Sache.
Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung! Wir danken dir, Norbert, dass du diesen Ausflug für uns organisiert hast. Die hohe Teilnehmerzahl hat wiederum gezeigt, dass es in unserem Klub auch ein reges Klubleben gibt.
Das „einfache“ Klubmitglied GÜNTHER
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