Last update: Mi. 04.05.2011 12:18  
Clubhome

powered by:
 






5. September 2004: A1 Speedworld Kartrennen

Am 05. September 2004 fand heuer zum zweiten Mal unser Club-Pokalrennen auf dem A1 Speedworld-Gelände in Bruck an der Leitha statt.
Treffpunkt/Sammelstelle war jedoch dieses Mal nicht im Clublokal, sondern direkt vor Ort um 09:30 Uhr vereinbart worden.
Der Grund dafür war, dass es auch Familienangehörigen möglich gemacht wurde daran teilzunehmen und deshalb die Anreise nur mit Motorrädern alleine das Transportproblem nicht zu bewältigen gewesen wäre. Somit erschien es dem Vorstand plausibel, das Einfinden am Veranstaltungsort in die Kompetenz jedes(r) Einzelnen zu legen.
Es funktionierte prächtig, denn es kamen viele Motorsportbegeisterte an diesem Sonntag voll motiviert und in stimmungsvoller Laune sogar überpünktlich zu diesem Treffen.

Es wurde Zeit und unser Instruktor/Rennleiter forderte unsere ungeteilte Aufmerksamkeit,
da der Veranstaltungsbeginn selbst mit 10:30 Uhr festgesetzt war.
Es begann damit, dass wir im Fahrerlager mit angeschlossener Umkleidekabine per Video den Verlauf der 560m langen Strecke in Augenschein nehmen durften.

Die Aufteilung der 15 Kart-Piloten/Innen wurde in zwei Gruppen festgelegt, worauf die erste Gruppe auf die insgesamt 8 Karts eingewiesen wurde.
Kurz darauf erfolgte das Signal „Start frei“ für ein zehnminütiges Qualifying der ersten Gruppe, das die Startposition im eigentlichen Rennen festlegen sollte und dessen sich jede(r) Einzelne auch bewusst zu sein schien.
Es war ein Vergnügen dabei zusehen zu dürfen, mit welchem Ehrgeiz um die Führung gekämpft wurde. Es waren Zweikämpfe, Dreher…, aber auch richtige Ausritte in die Botanik in diesem Vorlauf zu sehen, was die Belustigung der Zuseher/Innen ins Unermessliche steigerte. Etwas abgekämpft, aber voller positiver Energie kamen sie in die Boxenstraße und die 2. Gruppe machte sich startklar. Auch in dieser Gruppe wurde mit ähnlichen Verhaltensmustern hart gefightet und manchen überehrgeizigen Fahrmanövern blieb es auch hier nicht aus, dass einige die Piste in Richtung Rasen verließen. Verzweifelte Versuche des Fahrers, die kleinen Pneus wieder sauber zu kriegen, hatte schon etwas Belustigendes an sich.
Nachdem auch dieses Qualifying seinen Abschluss fand, ging es endlich daran, die volle Distanz an Runden im eigentlichen Rennen unter Beweis zu stellen.
Das Rennen selbst forderte jedoch wirklich den ganzen Mann und die ganze Frau.
Einer Entenmutter mit ihren Kücken gleich, folgten die Piloten/Innen dem voraus fahrenden Streckenposten auf seinem Quad zur Startaufstellung. Doch der eigentliche Start sollte sich noch für kurze Zeit verzögern, weil Anneliese der Meinung war, ihr stünde ein 28 PS Kart zu,
denn 10 PS reichen nicht für einen glanzvollen Start-Ziel-Sieg.
Natürlich war es nicht ganz so, sie hat lediglich in ihrem Eifer den Motor überdreht und bekam ein funkelnagelneues Kart im Austausch. Die Spannung stieg.
Aufgefädelt nach Rang standen sie nun da und glotzten gespannt zur Lichtanlage um endlich das Gaspedal bis zum Anschlag durchdrücken zu können. Kurz darauf, endlich grün und es kam Bewegung ins Feld...!

Substanzzehrende 22 Runden waren jetzt zu bewältigen und ließen keine Sekunde Müdigkeit zu, da ansonst die Kontrahenten/Innen dies zu seiner/ihrer Chance nutzen hätte können, um den/die Vordermann/Frau auf die niederen Ranglistenplätze zu verweisen.
Das Kräfteverhältnis war anfangs ziemlich ausgeglichen, jedoch die Mädels dieser Gruppe hatten das Heft unübersehbar in der Hand und zeigten den männlichen Hobby-Rennfahrern, wo (in diesem Fall) „FRAU BARTL“ den Most herholt und auch wo zuhause das NUDELHOLZ aufbewahrt wird. GS-LISY, sowie KARIN, die Tochter unseres Obmanns „Cheffes“ und LYDIA, die wiederum die Tochter des Clubsekretärs „Schreiberlings“ ist, zeigten uns vor, wie ein spannendes Rennen aussehen/ablaufen muss, um das „GUINNESS BUCH DER REKORDE“ aufschlagen und darin lesen zu dürfen. Auch der Rasen im Streckenverlauf wurde in auffallender Regelmäßigkeit zu einer unfreiwilligen Pflege der Reifen durch so manche(n) Kartpiloten/In missbraucht, konnte aber der Energie der Mädels in keinster Weise sichtbar den Drive nehmen, den sie drauf hatten.
Unser „Cheffe“ selbst zeigte gegen Ende des Rennens starke Verschleißspuren in seinem Gesichtsausdruck, was unsereinen natürlich Mut machte, so in seinen ältesten Tagen nicht aussehen zu wollen. Die Verbissenheit, wie er am Heck von Gerhard „Stölli“ Stöllner klebte und dieser es ganz gelassen weiterlaufen ließ und sich noch dazu unbeeindruckt zeigte. Armer Cheffe, war die einhellige Meinung dazu. Das 1. Gruppe-Rennen sorgte für Spannung und emotionsgeladene Stimmung. Angefeuert von den mitgereisten Angehörigen und Freunden/Innen, die bewaffnet mit „Digicams“ im Streckenverlauf positioniert auf Schnappschüsse aus waren.

Nach Ende des 1. Gruppe-Rennens sah man in erschöpfte aber glückliche Gesichter, was sich beim 2. Gruppe Rennen nicht anders zeigte. Geschnatter und Erlebnisaustausch unter den Kart-Lenkraddrehern der Gruppe 1 war unüberhörbar, während die Gruppe 2 ebenfalls hinter dem Quad fahrenden Streckenposten zur Startaufstellung begleitet wurde.
Mit fieberhafter Spannung erwartete man, dass die Ampel durch ihr auf grün geschaltetes Licht die Rennstrecke frei gab, zum Kampf um den Siegerpokal der Gruppe 2.
Dann endlich war es soweit, die Motoren gewannen unüberhörbar an Drehzahl, und bläulich gefärbte Luft blieb im Starterfeld zurück. Schon vom Start weg gelang eine Rochade des Drittplazierten. Ich selbst „Gerhard der Schreiberling“ machte mir die Anfahrtsschwäche meines Vordermannes Hubert zu Nutze und konnte, begleitet von diesem Zweitaktgemisch-Gestank hinter GUZZI-HANSI als Zweiter die Zuschauerlinie vorbeituckern, zur ersten (linksverlaufenden) 360er Kurve. Auch bei diesem Rennen der 2. Gruppe gab es das eine oder andere Highlight, obwohl sich an der Spitze selbst bis zur vorletzten Runde nichts veränderte. So kam es eben bei Fullspeed in dieser listigen 360er Kurve zum Abflug des „Schreiberlings“ was in der Platzierung noch einen Pokalrang an dritter Stelle sicherte und Hubert seinen Angestammten, im Qualifying errungenen 2. Platz wieder zurück erobern ließ. 23 Runden hinterlassen natürlich Spuren am Konditions-Korsett, das bei einigen sehr eng geschnürt zu sein schien und man war schließlich froh, die Zielflagge zu erspähen um endlich vom Gas gehen zu können und seinen Körper endlich aus dieser harten Sitzschale schälen zu dürfen. Mit Plauderei und scherzhaften Bemerkungen empfangen und unsereins nach Entschuldigungen/Erklärungen suchend, bewegte sich die gesamte Gruppe langsam in Richtung Terrassen-Cafe, wo unser Obmann unter meiner Assistenz als Clubsekretär die Ranglisten nach den eigentlichen Siegern des Rennens der beiden Gruppen ermittelten.

Mit Spannung erwarteten die Piloten/Innen und natürlich alle Anwesenden das Ergebnis.
Jede(r) nutzte die Zeit dazu, sich mit kühlen Getränken den Staub aus der Kehle zu spülen,
den er/sie im Verlauf des Rennens schlucken mussten.
Die Verschuldensfrage sollte hier jedoch keine Aufklärung erfahren.
Ebenfalls mit einer scherzhaften Bemerkung über das angewandte Verfahren (Namen wurden aus dem Hut/Helm gezogen und so) zur Ermittlung der Gewinner/Innen eröffnete Norbert unter lautstarkem Gelächter die Bekanntgabe der Pokal-Sieger/Innen mit Angabe
der Rundenzeiten, begonnen mit den jeweils Drittplatzierten der beiden Gruppen.
Freudige Emotionen waren zu verspüren bei den Siegern des heurigen Kartrennens bei der Pokalübergabe durch unseren Obmann unter meiner Assistenz.
Zum Schluss folgte das Resümee mit dem Hinweis, nächstes Jahr auch wieder eine ähnliche Veranstaltung, wenn nicht sowieso wieder ein Kartrennen selbst, in das Club-Programm aufnehmen zu wollen.
Die Fotoapparate klickten um die Wette und wurde mit einem Gesamtfoto aller Pokalsieger mittig auf der Terrasse zum Abschluss gebracht, weil wir uns terminlich zum Mittagessen beim KARL-WIRT in Winden am See (Bgld.) angesagt hatten, wo das Tages-Ereignis in gemütlicher Atmosphäre bei genussvollem Gaumenschmaus einen gemütlichen Ausklang fand.


Sieger Gruppe 1
1. Platz: Karin Steinhauser
2. Platz: Lydia Hoffmann
3. Platz: Elisabeth Melchart


Sieger Gruppe 2
1. Platz: Johann Masek
2. Platz: Hubert Ruso
3. Platz: Gerhard Hoffmann


Euer Clubsekretär
Gerhard