07. Juli 2007: Clubausfahrt Wald4tel
Tourguide: Christian Hütter
Normal wochenlanges Schönwetter, rechtzeitig zur Tour Schlechtwetter. Diesmal erst eine Woche lang Schlechtwetter und pünktlich am Samstag Schönwetter. Nur der verbliebene starke Wind (=Sturm) hat uns
den ganzen Tag auch ohne Kurven in Schräglage gehalten.
Da ich ja bekanntlich auch der Obmann der Motorradsportsektion der Wiener Städtischen bin, haben
„meine“ beiden Clubs die Ausfahrt an diesem Tag gemeinsam bestritten. Das erklärt auch die stattliche Anzahl von 23 Teilnehmern, aber leider davon nur 5 – inkl. mir 6 – vom Voralpenraum. Da sich aber
Anzahl der BMW-Fahrer bei der WSTV – seit ich meine verkauft habe – schlagartig erhöht hat, waren
doch einige BMW dabei.
Ziel der Ausfahrt war der nördlichste Punkt Österreichs – Rottal im Waldviertel. Zuerst Autobahn, dann ganz kurz Kamptal gestreift und über Hütterwege zu den Fuglauer-Kehren – eine der wenigen im ganzen Waldviertel. Nachdem wir die B3 überquert hatten ging es relativ unspektakulär zum Tagesziel. Da die
Gruppe so schnell war, konnten wir das Rottal vor unserer Mittagspause in Schrems im Gasthof
Schönauer absolvieren.
Die dichten, einzigartigen Wälder und die schmale Straße dort sind für mich immer wieder ein Highlight.
Die zügige Fahrweise ermöglichte uns die Rückfahrroute gegenüber dem ursprünglichen Plan entlang
der tschechischen Grenze nach Hardegg und dann durchs Weinviertel abzuändern.
Um noch etwas Motorradstrecke abzubekommen ging es Richtung Ottensteiner-Dobra-Stauseen. Da
ich ja vom GPS-Gegner zum größten Fan mutiert bin, gelang es mir aus dem Stegreif über weite
Strecken kilometerlange, enge Güterwege – also Hütterwege – einzubauen.
Dann ging es in das mir sehr gut vertraute Gebiet nördlich der Wachau. Über Lichtenau – Untermeisling – Weinzierl Richtung Krems. Dort mein Lieblingsabschluss: In Egelsee rechts ab (GPS – Fahrer geben Braunsdorferstr. ein) und dann dem Güterweg folgen. Nach der Brücke links führt ein Rundweg direkt
über die Stadt Krems – diesen Eindruck hat man bei dem fantastischen Ausblick auf die Stadt.
Nach einem kurzen Streit mit einem Sharan-Fahrer der entgegenkommend Justament nicht die ganze
Gruppe abwarten wollte und einfach in eine enge Stelle einfuhr und die letzten blockierte und schimpfte
„Das ist keine Motorradstrecke“ jedoch aufgrund entsprechender Gegenantworten verbal und
fahrtechnisch den kürzeren zog, endete die Ausfahrt in Krems.
Um 17 Uhr war ich mit 400 km mehr am Tacho und trotz langer Mittagspause (2 Stunden) (und ohne
Tanken!) schon wieder in Wien. Kompliment an die Gruppe. Der Beweis das wir nicht gerast sind, zeigte
die Zapfsäule. Nur 21 Liter gingen in den Tank. Wer den Verbrauch einer Varadero kennt – ja beim Voralpenraum niemand – weiß wie warm man fahren muss um 5,2 Liter zu erreichen ....
Christian
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